Eigenes KI-System oder Maklersoftware mit Nutzerlizenz?
Justian Hanke · Stand 6. Oktober 2026
Wer 2026 für ein Maklerbüro mit 3 bis 30 Maklern ein CRM mit KI sucht, landet bei zwei Modellen: Standard-Maklersoftware, die pro Nutzer und Monat gemietet wird, oder einem eigenen System, das auf die Abläufe des Büros eingerichtet wird und ihm gehört. Beide haben ihre Berechtigung. Dieser Vergleich nennt bewusst keine Anbieter, sondern die Unterschiede im Modell.
Die beiden Modelle in einem Satz
Maklersoftware mit Nutzerlizenz: eine fertige Software für viele Büros, gemietet pro Nutzer und Monat, betrieben auf den Servern des Anbieters. KI-Funktionen kommen als Zusatz oder als Erweiterung dazu.
Eigenes KI-System: CRM, KI-Agenten und App werden für ein Büro eingerichtet, laufen auf dessen eigenem Server und werden über einen Einmalpreis und einen festen Monatsbeitrag bezahlt, unabhängig von der Zahl der Nutzer. So arbeitet International Tech.
Unterschiede im Überblick
| Frage | Maklersoftware mit Nutzerlizenz | Eigenes KI-System (International Tech) |
|---|---|---|
| Wie wird bezahlt? | pro Nutzer und Monat, oft Zusatzmodule extra | ab 20.000 € einmalig für Einrichtung, 1.000 € im Monat, keine Gebühr pro Nutzer |
| Was passiert, wenn das Büro wächst? | jeder neue Makler kostet eine weitere Lizenz | der Monatsbeitrag bleibt gleich |
| Wo liegen die Daten? | auf den Servern des Anbieters, gemeinsam betrieben für viele Kunden | eigene Instanz und eigene Datenbank auf dem Server des Büros |
| Wie gut passt es zu den Abläufen? | das Büro passt sich an die Software an; Anpassung über Einstellungen und Erweiterungen | eingerichtet auf den Weg einer Anfrage durch genau dieses Büro, in dessen Ton |
| Welche Rolle spielt KI? | Assistenz in einzelnen Funktionen, etwa Texte oder Objektdaten | acht KI-Agenten mit fester Zuständigkeit, von Anfragen bis Provision; Freigaben legt das Büro fest |
| Was passiert mit einer Anfrage um 21 Uhr? | hängt von Einrichtung und Erweiterungen ab | wird erfasst, dem Objekt zugeordnet und mit Terminvorschlägen aus dem echten Kalender beantwortet |
| Eigene App? | App des Anbieters | App unter dem Namen des Büros, im eigenen Entwicklerkonto |
| Portal-Export (OpenImmo)? | ausgereift und Standard | Datei-Export vorhanden — Übertragung an die Portale und deutsche Pflichtfelder wie der Energieausweis folgen; im Erstgespräch klären wir, was für Ihre Portale heute steht |
| Wie schnell startklar? | sofort nach Anmeldung, Einrichtung in Eigenregie | Planungsrahmen rund vier Wochen ab vollständigen Daten und Zugängen |
| Wie erprobt? | viele Büros, lange am Markt | läuft bei uns selbst und beim ersten Maklerbüro im Pilotbetrieb |
Wann Maklersoftware mit Nutzerlizenz besser passt
- Das Büro hat ein oder zwei Makler, und die Lizenzkosten bleiben dauerhaft klein.
- Es soll sofort losgehen, ohne Einrichtungsprojekt.
- Der Export auf viele Immobilienportale ist heute das Wichtigste.
- Das Büro legt Wert auf einen großen Anbieter mit großer Nutzerbasis.
Wann ein eigenes KI-System besser passt
- Das Büro hat 3 bis 30 Makler und wächst — jede weitere Lizenz ist ein Kostenpunkt.
- Anfragen bleiben abends und am Wochenende liegen, und genau dort gehen Interessenten verloren.
- Wissen steckt in Köpfen und Postfächern statt in einem System.
- Das Büro will seine Daten auf dem eigenen Server und sein System besitzen, statt es zu mieten.
- KI soll nicht nur Texte schreiben, sondern Abläufe übernehmen, mit Freigabe dort, wo das Büro sie will.
So rechnen Sie es für Ihr Büro
Vergleichen Sie über fünf Jahre, nicht über einen Monat. Für Lizenzsoftware: Zahl der Nutzer × Preis pro Nutzer × 60 Monate, dazu Zusatzmodule, KI-Erweiterungen und die Nutzer, die in fünf Jahren dazukommen. Für ein eigenes System: Einrichtungspreis plus 60 Monatsbeiträge. Was Ihr Büro heute für Lizenzen zahlt, wissen nur Sie — und was späte Antworten kosten, zeigt der Rechner auf der Startseite.
Häufige Fragen
Ist ein eigenes KI-System teurer als Maklersoftware?
Am Anfang ja: Die Einrichtung ab 20.000 € ist eine Investition, die bei Lizenzsoftware wegfällt. Über mehrere Jahre hängt es von der Zahl der Nutzer ab, weil der Monatsbeitrag von 1.000 € nicht mit jedem Makler steigt. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Lizenzkosten über fünf Jahre.
Können wir unsere bestehende Maklersoftware behalten?
Die Analyse beginnt bei Ihrem bestehenden System. Wir prüfen, welche Schnittstellen es hat, was sich verbinden lässt und ob ein eigener Kern sinnvoll ist.
Wem gehört das System?
Das System läuft auf Ihrem eigenen Server, mit eigener Instanz und eigener Datenbank. Betrieb, Pflege und Weiterentwicklung sind im Monatsbeitrag enthalten.
Gibt es einen Portal-Export?
Wir erzeugen eine OpenImmo-Datei aus den Objekten des Büros. Die Übertragung an die Portale und deutsche Pflichtfelder wie der Energieausweis folgen noch. Welche Portale Sie bespielen und was dafür heute steht, klären wir im Erstgespräch, bevor Sie sich entscheiden.
Wie ist das in Ihrem Büro?
Im 15-Minuten-Gespräch klären wir, ob eine Analyse sinnvoll ist. Wenn nicht, sagen wir es.
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